Muttermilch ist das Beste für Ihr Kind

Stillen..gerade bei Frühchen oft das einzige was man aktiv für das winzige Mäuschen machen kann. Problematisch wird es nur dann wenn Mutter & Kind nicht die volle Unterstützung bekommen die hierbei nötig ist. Obwohl die Anzahl stillfreundlicher Krankenhäuser zunimmt -und auch die Krankenschwestern sich dahingehend informieren oder sich gar zur Still- und Laktationsberaterin fortbilden- trifft man doch noch mitunter auf die Meinung dass das Stillen für die Frühchen anstregender wäre, als aus der Flasche zu trinken
.

Richtig ist aber, dass die Muttermilch fließt sobald der Milchspendereflex einsetzt und dieses es dem Kind sogar wesentlich einfacher macht, zu saugen. Das eigentliche Problem ist vielmehr die Tatsache dass das Pflegepersonal nicht die nötigen Kenntnisse haben oder auch schlichtweg gar keine Zeit!

Ebenso kann es zu Problemen kommen oder anstrengend sein wenn das Kind falsch angelegt wird. Deshalb ist es wichtig es sich durch eine stillerfahrene Person, beispielsweise eine Still- und Laktationsberaterin zeigen zu lassen. Die meisten Probleme wozu z.B. auch Entzündungen der Brustwarzen zählen sind auf falsches Anlegen zurückzuführen.

Deshalb: Wenn Sie sich entschieden haben ihr Kind zu stillen; erstmal Glückwunsch! Das ist das Beste was ihm passieren kann. Kommen sie aber aus irgendeinem Grunde nicht klar, sei es mit dem Anlegen oder mangelnde Unterstützung: scheuen Sie sich nicht ihre Hebamme oder eine Stillberaterin (z.B. über La Leche Liga Deutschland e.V. ) zu kontaktieren!

“Muttermilch ist das Beste für Ihr Kind” – aber gilt das auch für Frühgeborene?

Gerade für Frühgeborene ist es besonders wertvoll wenn sie Muttermilch erhalten dürfen! Mit Freuden kann man beobachten dass es auch immer mehr sogenannte “stillfreundliche Krankenhäuser” gibt. Manche Mütter haben (oft unberechtigte) Zweifel daran dass die Muttermilch auch bei einem Frühgeborenen ausreichen soll da die Schwangerschaft und somit die Milchproduktion ja “noch gar nicht fertig” war. Das ist allerdings ein Trugschluss!

Erwiesen ist dass, je unreifer das Kind zur Welt kommt, desto genauer ist die Zusammensetzung der Muttermilch angepasst an die Nährstoffe, die das Kind über die Plazenta erhalten würde. Die Muttermilch weist einen höheren Gehalt an Antikörpern, Stickstoff, Natrium, Chlorid, Eisen, Fettsäuren und Eiweiß auf. Ebenso belegen wissenschaftliche Untersuchungen dass Babys, die über die Magensonde mit Muttermilch ernährt werden, die Sondenernährung besser vertragen. Bei sehr kleinen Frühgeborenen kann es dennoch vorkommen dass die Milch angereichert werden muss. Zugeführt werden hier meist Kalzium, Phosphat, Eisen, Natrium, Spurenelemente, Vitamine, Eiweiße, MTC-Fette und Energie in Form von Kohlehydraten.

Weitere Hilfe: Mehr Kalorien erreicht man, indem man die abgepumpte Milch im Kühlschrank “aufrahmen” lässt! Die fetthaltigere Milch setzt sich oben ab so dass man sie gezielt abschöpfen kann. Eine weitere Möglichkeit wäre die Brust vorher anzupumpen und die folgende, kalorienhaltigere Milch aufzufangen. Von Anfang an ist die Milch fettreicher wenn die Brust erwärmt und massiert wird.

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