Was ist eine Ernährungssonde?

Eine Ernährungssonde gibt es in verschiedenen Varianten. Je nachdem, welche Ursache für die Notwendigkeit einer Ernährungssonde zugrunde liegt, wird die jeweilige angewandt. Sollte die Sondenernährung über den Zeitraum der Intensivzeit hinaus notwendig sein, so gibt es Systeme, die für die häusliche Umgebung schonender sein können.Grundsätzlich gilt, genau abzuwägen in welchem Umfang und über welchen Zeitraum mithilfe einer Sonde ernährt werden muss, womit das Kind am besten zurechtkommt und ob weiterhin eine Sondenentwöhnung angestrebt wird.

 

Die Ernährungssonde bei Frühgeborenen

Frühgeborene werden, wenn sie nicht selbstständig trinken können, mithilfe einer Ernährungssonde, meist einer sogenannten Nasen-Magensonde ernährt. Ein kleiner Plastikschlauch wird durch ein Nasenloch/Rachenraum oder auch durch den Mund (Oral) bis in den Magen gelegt. Diese Form ist nach Möglichkeit nicht über einen längeren Zeitraum anzuwenden. Die Ernährungssonde muss regelmäßig gewechselt werden, was eine größere Belastung für den kleinen Patienten bedeutet. Dennoch ist eine Nasen-Magensonde bei Frühchen in den meisten Fällen die geeigneteste Lösung, da die Sondenernährung lediglich so lange wie nötig erfolgen soll.

Ist eine Ernährung via Sonde für einen überschaubaren Zeitraum  nötig, so ist die Nasen-Magensonde also das Mittel der Wahl. Einer der Vorteile ist, dass diese schnell und unkompliziert gezogen werden kann (dies allerdings auch vom Kind!).Eine rasche Sondenentwöhnung ist immer das Ziel, sodass parallel dazu durchaus gestillt oder mit der Flasche gefüttert werden kann. Mit einer liegenden Sonde bleibt allerdings ein unangenehmes Gefühl beim Neugeborenen, da die Sonde nicht unbeweglich ist. Hier entsteht ein kleiner Teufelskreis, der die Ernährung beim Frühchen zu einem größeren Thema macht, durchaus auch über die Neonatologiezeit hinaus.

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  • Urban & Fischer Verlag/Elsevier GmbH
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Weitere Sondenarten

Folge Sondenarten sind geeignet, wenn eine länger andauernde Sondennernährung vonnöten ist. Diese Sonden müssen im Zuge einer Operation implementiert werden, welches bereits mit minimal invasiven Methoden möglich ist. Nachteile, die die Nasen-Magensonde oder auch die oral gelegte Sonde mit sich bringen, können hier vermieden werden. Jedoch ist es so, dass auch diese Varianten Vor- und Nachteile mit sich bringen, sodass immer im Einzelfall abgewogen werden muss, was die beste Ernährungssonde für das jeweilige Kind ist.

PEG-Sonde – die Sonde endet im Magen

Duodenal-Sonde – die Sonde endet im Zwölffingerdarm

Jejunal-Sonde – die Sonde endet im Leerdarm

Viele Informationen und ein Forum findet ihr unter:
//www.sondenkinder.de

3 Gedanken zu “Was ist eine Ernährungssonde?

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