Wie wird der Milchspendereflex ausgelöst?

Für die Milchbildung und den Milchspendereflex spielen besonders zwei Hormone eine wichtige Rolle: Prolaktin und Oxytocin

Das Hormon Prolaktin ist in erster Linie für die Milchbildung verantwortlich. Das Hormon Oxytocin als Auslöser für den Milchspendereflex (auch “Milchspendehormon” genannt) könnte man auch als besonders fleißiges Hormon betrachten, denn es hat gleich mehrere Aufgaben.

Ein Glückshormon verbindet Mutter und Kind

Bereits während der Entbindung sorgt ein hoher Oxytocinspiegel dafür dass das sogenannte “Bonding” gefördert wird. “Bonding” beschreibt die psychische und emotionale Komponente, die Mutter und Kind zur Symbiose verhilft. Es ist der Beginn der emotionalen Beziehung zwischen Eltern und Kind. Oxytocin ist manchen evtl. auch als “Glückshormon” bekannt, so sorgt es z.B. auch während der Entbindung zusammen mit den körpereigenen Opiaten dafür, dass das Schmerzempfinden vermindert wird.

Oxytocin für den Milchspendereflex
Stillen

Oxytocin hilft, den Milchspendereflex auszulösen

Beim Stillen oder Abpumpen ist es nun so, dass das Oxytocin unter anderem den Milchspendereflex unterstützt. Es sorgt dafür dass die Muskeln um die Milchbläschen sich zusammenziehen und Milch in den Milchgang presst. Oft treten nun auch noch Nachwehen auf die ebenfalls auf die Ausschüttung dieses Hormons zurückzuführen sind. Wenn ( z.B. streßbedingt ) der Milchspendereflex ausbleibt oder erst sehr spät eintritt kann nach Absprache mit dem Arzt ein ( Oxytocin- ) Nasenspray verschrieben werden welches helfen soll, den Reflex auszulösen!

Dass der Milchspendereflex einsetzt, merken Sie, wenn Milch tropft oder spritzt oder -beim anlegen- wenn das Baby von schnellen Saugbewegungen zu langsamen, tiefen Zügen übergeht und schluckt.

Das Hormon Prolaktin sorgt für den Nachschub

Auch die Prolaktinwerte steigen. 20-30 minuten nach Stillbeginn ist die Ausschüttung am höchsten, in den Nachtstunden wird bis zu zehnmal mehr Prolaktin ausgeschüttet. Hält man den Prolaktin Spiegel nun durch regemlmässiges Stillen und maximal 6 Stunden Stillpause binnen 24 Stunden konstant, wird der Eisprung unterdrückt. Als zuverlässiges “Verhütungsmittel” sollte man dies allerdings nicht ansehen.

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