Neugeborenen-Screening
NDas Neugeborenen-Screening (auch Stoffwechselscreening oder Erweiterte Neugeborenenuntersuchung) ist ein seit 2005 in Deutschland gesetzlich verankerter Vorsorgetest. Innerhalb der ersten 36–72 Lebensstunden wird dem Baby ein winziger Blutstropfen aus der Ferse entnommen und auf Filterpapier aufgetragen.
Das getrocknete Blut wird an ein Screeninglabor geschickt und auf mehr als 20 seltene, aber behandelbare Erkrankungen untersucht – darunter Phenylketonurie (PKU), Hypothyreose, Cystische Fibrose, Galaktosämie und verschiedene Fettstoffwechselstörungen. Viele dieser Erkrankungen haben im Neugeborenenalter noch keine sichtbaren Symptome, können aber bei frühem Behandlungsbeginn gut kontrolliert werden.
Bei Frühgeborenen wird das Screening meist zweimal durchgeführt (da Fehlreaktionsrate erhöht sein kann): einmal in der frühen Stabilisierungsphase und erneut kurz vor der Entlassung. Die kleinen Filterpapier-Karten werden von vielen Eltern als Erinnerungsstück aufbewahrt.