Muss es eine PEG sein?

“Perkutane Endoskopische Gastrostomie”

Kommt es zu dauerhaften Ernährungsschwierigkeiten beim Kind, so kann eine PEG eine Alternative zur transnasalen Magensonde sein. Bei der PEG wird die Sonde (ein Kunststoffschlauch) während einer Gastroskopie durch die Bauchwand gelegt. Dies hat mehrere Vorteile – zum einen ist es nicht mehr nötig, regelmäßig eine neue (Nasen-)Sonde durch Nase, Rachen, bis in den Magen zu legen, zum Anderen ist die Aspirationsgefahr deutlich verringert, da die Nahrung nun direkt in den Magen gegeben wird.

 

Gerade bei Frühchen, die unter Umständen schon einiges an unangenehmen Empfindungen im Oralen Bereich (z.B. Intubation) hinter sich haben, kann eine PEG eine Entlastung sein. Mögliche Komplikationen sind bei einer PEG-Anlage inzwischen grundsätzlich gering. Je nach Grunderkrankung des Kindes ist hier eine detaillierte Aufklärung seitens des behandelnden Arztes erforderlich.

PEG-Sonde bei einem Kind
PEG-Sonde bei einem Kind

 

Das nun entstandene PEG-Stoma muss selbstverständlich regelmäßig gepflegt werden, damit es nicht zu Entzündungen oder gar größeren Infektionen kommt. Jedoch sollte man, wie bei allem, bedenken, das es auch ein “zu steril” geben kann! Oft ist eine PEG-Versorgung gegeben, wenn das Kind sich bereits Zuhause befindet. Die eigenen “Hauskeime” sind sicherlich nicht mit denen eines Krankenhauses oder einer Intensivstation zu vergleichen.

Auch mit einer PEG können die Kleinen (nach der ersten Phase des Abheilens) z.B. Baden gehen.

 

Kombiniert werden kann die PEG beispielsweise mit einer elektrischen Nahrungspumpe. Diese ist besonders hilfreich, wenn das Kind Nahrung nur sehr langsam aufgenommen vertragen kann. Über die Pumpe lässt sich einstellen, in welchem Zeitraum die Nahrung verabreicht werden soll.

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