Wie schützen vor dem RSV (Respiratorisches Synzytial-Virus)?

Liebe frischgebackenen Mamis & Papis,

wir möchten Ihre Säuglinge recht herzlich auf der Welt begrüßen und Ihnen eine schöne und aufregende Kennenlernzeit wünschen. Wir wissen, dass Sie nun mit vielen Informationen überflutet werden und alle Neuigkeiten rund ums Baby „aufsaugen“.

Liebe werdenden Mamis & Papis,

Ihnen steht diese aufregende Zeit noch bevor und wir wünschen Ihnen für die Geburt alles Gute!

Jetzt ist die Saison der Infekte – Viele von Ihnen wissen, dass Sie Ihr Baby nun besonders vor Keimen und Viren schützen müssen. Wir möchten Ihnen kurz das weit verbreitete RSV (Respiratorisches Synzytial-Virus)  vorstellen, was besonders in der jetzigen Jahreszeit vorkommt und Ihnen einige informative Sachen rund um das RSV näher bringen:

Was ist das RS-Virus (Respiratorisches Synzytial-Virus)?

Es ist ein weltweit verbreiteter Erreger von akuten Erkrankungen der Atemwege in jedem Lebensalter und einer der bedeutendsten Erreger von Atemwegsinfektionen bei Säuglingen. Die Symptome der RSV-Infektionen ähneln der Influenza (umgangssprachlich Grippe). Ihre Verbreitung in der Allgemeinbevölkerung wurde lange Zeit unterbewertet. Nach aktuellen Schätzungen kommen RSV-Atemwegserkrankungen jedoch weltweit mit einer Häufigkeit von 48,5 Fällen und 5,6 schweren Fällen pro 1.000 Kindern im ersten Lebensjahr vor.

RSV-Infektionen treten, wie die Grippe, zyklisch auf. In Mitteleuropa ist das Vorkommen von November bis April am höchsten (RSV-Saison), in den übrigen Monaten kommen sporadische Infektionen vor. Die häufigsten Übertragungswege  (wie auch bei den meisten Viren) sind die Schmierinfektion sowie die Tröpfcheninfektion.

Warum ist das so?

Es besteht kein vollständiger Nestschutz. Neugeborene und junge Säuglinge können jedoch in den ersten 4–6 Lebenswochen durch von der Plazenta übertragene Antikörper vor einer RSV-bedingten Erkrankung geschützt sein, während Frühgeborene durch eine geringere Versorgung mit mütterlichen Antikörpern auch in den ersten Lebenswochen bereits schwer an einer RSV-Infektion erkranken können. Bei älteren Säuglingen und Kleinkindern ist eine RSV-Infektion die häufigste Ursache von Erkrankungen des unteren Atmungsorgans und einer damit verbundenen Krankenhauseinweisungen.

Innerhalb des 1. Lebensjahres haben 50–70 % und bis zum Ende des 2. Lebensjahres nahezu alle Kinder mindestens eine Infektion mit RSV durchgemacht. Eine langfristige Immunität besteht nicht und Reinfektionen sind häufig.

Was kann der Virus bei Frühgeborenen & Säuglingen im Schlimmsten Fall anrichten?

Schnupfen & massive Atemprobleme. Das Baby trinkt meist zu wenig und es besteht die Gefahr der Dehydration (Austrocknung des Körpers).

Wenn Sie diese Symptome bei Ihrem Baby feststellen, muss umgehend vom Arzt ein RSV-Infekt abgeklärt werden.

Was tun wenn der Säugling gefährdet ist?

Derzeit gibt es nur einen Antikörper zur RSV-Prophylaxe auf dem Markt. Palivizumab ist zur Anwendung bei Kindern mit hohem Risiko für RSV-Erkrankungen zur Prävention der durch das RSV hervorgerufenen schweren Erkrankungen der Atemwege zugelassen und wird aller 4 Wochen injiziert:

  • bei Kindern, die vor der 36. Schwangerschaftswoche geboren wurden und zu Beginn der RSV-Saison jünger als 6 Monate sind.
  • bei Kindern unter 2 Jahren, die innerhalb der letzten 6 Monate wegen bronchopulmonaler Dysplasie behandelt wurden.
  • bei Kindern unter 2 Jahren mit angeborenen Herzfehlern.

Aufgrund der sehr hohen Kosten für Palivizumab wird in Deutschland eine Immunisierung in erster Linie für Frühgeborene nach einer bronchopulmonalen Dysplasie vom Arzt empfohlen; in anderen Fällen wird eine Einzelfallentscheidung angeraten.

Wie können Sie sich in der RSV-Saison schützen?

  • Waschen Sie sich stets die Hände!
  • Halten Sie das Spielzeug der Kleinen sauber!
  • Vermeiden Sie große Ansammlungen von Menschen!

Quelle: RKI


Respiratorisches Synzytial-Virus Studie

 

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