Auffälligkeiten beim Kind – wann zum Psychologen?

In ihren frühen Lebensjahren zeigen viele Kinder diverse Auffälligkeiten, die oft einer psychologischen Begleitung bedürfen. Wie können Eltern das erkennen?

Die meisten Eltern machen sich in der heutigen Zeit viele Gedanken um ihre Kinder und beobachten diese genau. Der Grund dafür ist, dass Eltern heute sehr viel unsicherer sind als früher. Für viele Eltern scheint der Grat zwischen lustigen und nervigen und auffälligen Verhaltensweisen nahezu immer kleiner zu werden. Auffällig von seinen Handlungen her wäre ein Kind zum Beispiel, wenn es sich in letzten zwei Stunden mehrfach die Hände gewaschen hat oder nicht im Sand spielen und nichts anfassen möchte. In diesem Fall kann durchaus eine Wahrnehmungs- oder auch eine Zwangsstörung vorliegen, was die Eltern über einen gewissen Zeitraum hinweg beobachten sollten. Auch wenn das Kind über längere Zeit nur noch verkleidet in einem Faschingskostüm das Haus verlassen möchte, empfinden wir als Eltern das als nicht ganz normal und beginnen uns Sorgen zu machen um das Kind.

Wie lange abwarten?

Die Frage ist dann: Soll man selbst das Gespräch mit dem Kind suchen, das Wasser abstellen oder ihm das Mitgehen aus dem Haus verweigern, wenn es das Kostüm nicht auszieht? Die größte Angst der Eltern ist hier, dass sich solche „Seltsamkeiten“ auf die Entwicklung des Kindes auswirken. Wie lange sollen wir als Eltern warten bevor wir uns Hilfe von außen holen? Warten wir zu lange, bekommt das irgendwann auch die Umwelt mit, dass mit dem Kind offenbar etwas nicht stimmt? Die Angst von vielen Eltern heute ist, dass andere Menschen über sie und ihr Kind reden, wenn alles nicht ganz normal ist. Und natürlich möchten Väter und Mütter für ihren Nachwuchs den bestmöglichen Start ins Leben und vor allem, dass das Kind nicht wegen seines auffälligen Verhaltens zum Aussenseiter wird.

Auffälligkeiten „verwachsen“

Tatsache ist, dass sich regelrecht viele Auffälligkeiten bei Kindern wieder „verwachsen“ – das heißt, nach einiger Zeit wieder verschwinden. Häufig beruhigt Eltern bei vielen Dingen, die ihre Kinder machen, die Tatsache, dass genau diese Handlungen auch von anderen gleichaltrigen Kinder vollzogen werden. Daher sorgt zum Beispiel das Spazierengehen oder der Weg in den Kindergarten mit einem Kind an der Hand, dass ein Kostüm trägt, für Gesprächsstoff. Nervös werden sollten die Eltern deshalb aber nicht. Es ist hier häufig die Fantasie der Kinder, die diese auskosten wollen. Wenn ein Erwachsener im Elfenkostüm durch die Straßen laufen würde und es nicht Fasching, dann sollte sich der allerdings Gedanken machen. Bei länger als einige Monate dauernden Zwangsstörungen, wie dem unaufhörlichen Händewaschen sollte eventuell doch einmal eine Psychologin – kontaktiert werden. Sie als Frau vom Fach, die es studiert hat, kann bei solchen Zwangsstörungen effektiv helfen mit verschiedenen Therapieansätzen.



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