Hautpflege bei Frühchen

Die richtige Hautpflege bei Frühgeburten

Bei einer Frühgeburt ist es wichtig, auch bei der Pflege auf die besonderen Gegebenheiten zu achten. Das Neugeborene ist nicht nur kleiner und allgemein unreifer, sondern hat auch eine besonders empfindliche Hautoberfläche. Diese macht ganze 13 Prozent des Körpergewichts aus. Durch den hohen pH-Wert nach der Geburt und ernährungsbedingte Mangelerscheinungen ist die Haut dünn und ungeschützt. Deshalb können leicht Krankheitserreger in die Epidermis eindringen. Mit Pflastern, Desinfektionsmitteln und auch Hautpflegeprodukte sollte deshalb sehr vorsichtig umgegangen werden, was auch im Krankenhaus gilt.

Zusätze für Babys generell ungeeignet

Dass die Haut bei Frühgeburten noch nicht ausreichend entwickelt ist, lässt sich auch daran erkennen, dass sie glänzt und rot ist. Auch durch Wasserverlust kann es zu einer feuchten Epidermis kommen. Außerdem sind Schuppungen der Hautoberfläche möglich. Manchmal treten in den Hautfalten auch kleine Verletzungen auf. Eltern sollten bei der Pflege der Hautoberfläche ihres Babys also sehr behutsam vorgehen und keine ungeeigneten Pflegeprodukte einsetzen. Normale erhältliche Babycremes oder Öle – selbst jene, die für empfindliche Babyhaut angepriesen werden – sind für Neugeborene leider keineswegs ideal. Selbst bei nicht zu früh Geborenen raten Hebammen zur Hautpflege mit natürlichen Ölen und dem Baden in Wasser ohne Zusätze. Mit je weniger Inhaltsstoffen die Frühgeburt deshalb in Berührung kommt, desto besser.

Lediglich Sonnenblumenöl verwenden

Für die Pflege des Körpers sollte einmal täglich Sonnenblumenöl „Ph. Eur.“ benutzt werden. Bei der Menge sollten 4 Gramm je kg Körpergewicht nicht überschritten werden. Das Öl wird dabei nicht mit streichenden Bewegungen verteilt, sondern durch die getränkten Hände der Eltern auf die Hautoberfläche gegeben.

Nicht täglich baden oder waschen

Neugeborene müssen nicht täglich gebadet werden, was für Frühgeburten noch weniger gilt. Jeder Wasserkontakt kann die Hautoberfläche nämlich irritieren. Auch bedeutet Waschen und Baden unnötigen Stress für die Babys. Es wird daher empfohlen, nur alle vier Tage eine Körperwäsche vorzunehmen. Dabei sollten dem Wasser keine Zusätze beigegeben werden. Bei besonders starker Verschmutzung bzw. sehr trockener Haut können dem Wasser jedoch ein paar Tropfen des Sonnenblumenöls „Ph. Eur.“, mit dem auch die Pflege erfolgt, zugegeben werden.



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